Eimol Burger sin, en Kölle am Rhing…Kostüm DIY

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Ein dreifaches „Kölle — Alaaf!“, „Zirkustrüppsche — Alaaf!“, „Kölle — Alaaf!“. Tata. Tata. Tata.

Juhu, ab Donnerstag geht „dat Trömmelsche“ wieder und dann wird es so oder so ähnlich klingen…

Also natürlich ist die Karnevalssession schon seit dem 11.11. in vollem Gange, aber die richtig jecken Tage beginnen nun mal an Weiberfastnacht. Ja, ja, ich weiß, dass das nix für jedermann ist. Die einen sind echte Karnevalshasser und fragen mich ungläubig „Wie kannst Du das bloß aushalten? Millionen Menschen…Verkleidete, Betrunkene und noch mehr, die beides kombinieren? Wie hältst Du das aus, besonders ohne Alkohol?“. Das andere Extrem feiert von Donnerstag bis Dienstag durch, lässt kein Jahr aus und reicht den Urlaub schon gleich nach Karneval wieder fürs nächste Jahr ein. Ich bin da wohl im guten Mittelfeld. Als echte Rheinländerin liebe in den Karneval und daran vor allem die Kostüme. Wenn es aber mal ein Jahr gibt, in dem sich stattdessen die Chance auf ein paar Tage im Schnee bietet, dann ist das auch kein Weltuntergang. In diesem Jahr freue ich mich aber auf ein paar Strüssche und Kamelle und besonders auf die Party des Karnevalsvereins („Dat Zirkustrüppsche“), in dem ich seit vergangenem Jahr sogar Mitglied bin.

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Auch wenn es keine Überraschung ist, wann Karneval vor der Tür steht, bin ich nur ganz selten schon Wochen vorher vorbereitet und entsprechend muss immer spontan noch improvisiert werden. Clown geht natürlich immer (und wird auch in diesem Jahr die Notlösung sein), aber auch mein Hamburgesia-Kostüm ist ein easy-peasy-DIY, das ich Euch gerne zeigen möchte. Die Idee kam mir mit einem Pullover, den ich in Berlin im Schaufenster entdeckt habe. KEIN SCHERZ. Die Vorstellung, dass ich mit einem Burger-Pullover zu einem Kundentermin gehe, finde ich schon ganz witzig, aber ich habe mich dann doch für die Verwandlung in Hamburgesia entschieden. Dazu habe ich einen ganz netten Verkäufer beim Goldenen M mit einem Lächeln für einen Stapel mit Burgerpapier bestochen. War gar nicht so schwer, als ich ihm von der Kostümidee erzählte J Das Papier ist perfekt für die Stulpen, denn durch die Beschichtung ist es schön reißfest. Natürlich hätte ich jetzt die Nähmaschine rausholen können, aber ich habe es mir einfach gemacht: ich habe oben und unten jeweils einen schmalen Streifen des Papiers umgeklappt, je ein Gummiband unter die beiden Laschen gelegt (Achtung, das Band muss länger sein als das Papier) und dann den „Umschlag“ mit Tesa zugeklebt. Noch ein Streifen Tesa auf der langen Seite des Papiers und die Stulpe sah schon fast nach Stulpe aus. Übers Bein gezogen und Gummiband oben und unten einfach zu einem Schleifchen gebunden – fertig. Die Schleife für den Pullover habe ich mit Band und Sicherheitsnadel befestigt und die kleinen Ketchup-Ohrringe irgendwann einmal bei Tukadu (tukadu.com) erstanden. Für das Frittenarmband habe ich einfach dicken Filz in Pommesform geschnitten, mit einer ganz dicken Nadel ein Gummiband mittig durchgefädelt und dann zusammengeknotet.

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Der Burger-Haarschmuck besteht aus einem alten Haarreif und einem Stoffburger aus dem Spielzeugbedarf, den ich einfach mit einem Schleifchen an den Reif gebunden habe. Passend zu den Burgerlagen habe ich eine braune Strumpfhose, einen roten Rock und ein gelbes Shirt dazu kombiniert und für hungrige Freunde ein paar kleine Mini-Burger (ihr kennt diese Gummiteile, die eigentlich nur aus Chemie bestehen?) in meiner Handtasche gesteckt. Strüssche oder Burger, das war dann die Frage. Last but not least bitte ich darum, das Augen-Make-up zu beachten. Dafür braucht man ein wenig Zeit und am besten Hilfe, aber es geht auch alleine.

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Voilà, fertig ist das Burger-Kostüm. Natürlich kann man die Verkleidung auch ohne Burger-Pullover umsetzen. Wer einen guten Draht zu Mäckes hat, könnte sich beispielsweise auch aus Big Mac Schachteln eine Oberteil basteln. Als Handtasche ist der Karton leider nicht so gut geeignet – das habe ich selbst probiert.

Vielleicht kommt mir ja noch eine spontane Idee, was ich in diesem Jahr werden kann, aber Burger ist immer eine Option ­– als Kostüm und auf dem Teller. Oder hat jemand noch eine bessere Idee für Spontanbastler?

Alaaf und Bützche,

F.

Ps: Bitte entschuldigt die Bildqualität, die ist leider echt nicht optimal. Waren halt Schnappschüsse und da ich aktuell an der Spree und das Kostüm am Rhein ist, kann ich auch nicht nachknipsen. Dummerweise habe ich auch kein Bild in voller Montur – aber vielleicht ergibt sich ja in diesem Jahr noch die Gelegenheit…

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1 Comment
  • Na, Bilder in voller Montur will ich dann aber schon sehen, wenn du total KO am Achermittwoch wieder Zeit ahst zu posten 🙂

    närrische Grüße!
    HELAU (wie man bei uns sagt)

    Franzy